Informationen

Arbeitsrecht 

Kündigung

Achtung: Bei der Einreichung einer Kündigungsschutzklage bei Kündigung des Arbeitsverhältnisses gilt nur eine sehr kurze Frist!

Das Kündigungsschutzgesetz regelt in § 4 folgendes:

Will ein Arbeitnehmer geltend machen, dass eine Kündigung sozial ungerechtfertigt oder aus anderen Gründen rechtsunwirksam ist, so muss er innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung Klage beim Arbeitsgericht auf Feststellung erheben, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst ist

Das bedeutet für den gekündigten Arbeitnehmer, dass er innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung die Kündigungsschutzklage erheben muss, wenn er sich gegen eine Kündigung zur Wehr setzen will. Diese Frist ist unbedingt einzuhalten, da sonst im Regelfall sämtliche Ansprüche des Arbeitnehmers verloren gehen. Wird die Rechtsunwirksamkeit einer Kündigung nämlich nicht rechtzeitig geltend gemacht, so gilt nach dem Kündigungsschutzgesetz die Kündigung als von Anfang an rechtswirksam. 

Deshalb empfehle ich Ihnen, sofort nach Erhalt einer Kündigung Kontakt zu mir aufzunehmen, um keine Fristen zu versäumen.


Arbeitszeugnis

Im Gesetz ist geregelt, dass der Arbeitnehmer bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis hat. Das Zeugnis muss mindestens Angaben zu Art und Dauer der Tätigkeit (einfaches Zeugnis) enthalten. Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass sich die Angaben darüber hinaus auf Leistung und Verhalten im Arbeitsverhältnis (qualifiziertes Zeugnis) erstrecken.

Das Zeugnis muss klar und verständlich formuliert sein. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen.

Da die sogenannte Zeugnissprache sehr verklausuliert ist und sich hinter bestimmten Formulierungen Aussagen verbergen, die ohne entsprechende Kenntnis nicht erkennbar sind und für den Arbeitnehmer negative Folgen haben können, ist es ratsam, das Arbeitszeugnis anwaltlich überprüfen zu lassen, damit Ihnen bei Vorlage des Zeugnisses bei künftigen Bewerbungen keine Nachteile entstehen.

Die Erteilung des Zeugnisses in elektronischer Form ist übrigens laut Gesetz ausgeschlossen.

Gerne berate ich Sie kompetent, wenn es um Ihr Arbeitszeugnis geht. 


Lohn- und Gehaltsforderungen

Achtung: Auch hier gelten Fristen

Sollte Ihr Arbeitgeber Ihr Gehalt nicht rechtzeitig beziehungsweise nicht vollständig überweisen, ist zu beachten, dass die meisten Arbeitsverträge Ausschlussfristen für die Geltendmachung von Ansprüchen enthalten. Aus diesem Grund ist es wichtig, die offenen Gehaltsforderungen fristgerecht und formell richtig geltend zu machen. Wir empfehlen Ihnen daher, sich rechtzeitig anwaltlich beraten zu lassen, um das Ihnen zustehende Gehalt nicht zu verschenken.

Um keine Frist zu versäumen, wenn es um Ihre Gehaltsforderungen geht, vereinbaren Sie umgehend einen Termin mit mir.


Familienrecht

Tod des geschiedenen Ehepartners - was ist beim bereits durchgeführten Versorgungsausgleich zu beachten

Bei Scheidung einer Ehe ist der Versorgungsausgleich durchzuführen. Dabei kann folgende Regelung im Versorgungsausgleichsgesetz für die geschiedenen Personen sehr wichtig werden:

„Ist die ausgleichsberechtigte Person gestorben, so wird ein Anrecht der ausgleichspflichtigen Person auf Antrag nicht länger auf Grund des Versorgungsausgleichs gekürzt. Die Anpassung findet nur statt, wenn die ausgleichsberechtigte Person die Versorgung aus dem im Versorgungsausgleich erworbenen Anrecht nicht länger als 36 Monate bezogen hat.“

   Das bedeutet, dass die Kürzung des Anrechts des überlebenden Ehegatten unter bestimmten Voraussetzungen aufgehoben werden kann. Da die Regelungen den Versorgungsausgleich betreffend jedoch kompliziert sind, empfehlen wir, anwaltliche Beratung in Anspruch zu nehmen.

Haben Sie Fragen zu diesem komplexen Thema - vereinbaren Sie einen Termin mit mir.